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Das Schülerwohnheim

Im Schülerwohnheim „Alabri“ leben Schülerinnen und Schüler, die eine Sekundarschule besuchen. Sie werden dort mit einer sicheren Unterkunft, gesunden Mahlzeiten, sauberem Trinkwasser und genügend Hygiene sowie pädagogischer und ärztlicher Betreuung versorgt um die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schulbesuch zu schaffen. Weitere Schülerinnen und Schüler leben mit unserer Hilfe über die Stadt verteilt in gemieteten Zimmern. Die jungen Menschen kommen aus bis zu 100 Kilometern entfernt gelegenen Dörfern des mittleren Westens. Die Heimplätze werden nach folgenden Prioritäten jährlich neu vergeben.

  • Vollwaisen
  • Halbwaisen
  • Zahl der Kinder und Zahl der davon schulbesuchenden Kinder einer Familie
  • Schulische Leistungen bzw. Lernmotivation

Dank Spenden kann allen Schülern unabhängig von Herkunft und finanziellen Mitteln der Zugang zum Schülerwohnheim ermöglicht werden:

Mit dem Bildungsstipendium unterstützt ein deutscher Spender seinen Schützling mit 10 Euro monatlich. Das erste Bildungsstipendium eines Schülers ermöglicht die qualitative Verbesserung des Lebensstandards im Wohnheim (sicherer Wohnplatz, ausgewogene Mahlzeiten, sauberes Trinkwasser und Betreuung) im Vergleich zur Ausgangsituation und stellt so die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Schulbesuch sicher. Nach Verfügbarkeit vergeben wir an jeden Schüler ein zweites Bildungsstipendium, welches verwendet wird um Bildungsangebote zu finanzieren. Dazu gehören kosten für Bildungsmaterialien, für Seminare und Workshops. Auf Wunsch können die Spender Briefkontakt zu ihren Schützlingen aufnehmen.

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Die Kinder helfen mit

Das Mitschülerstipendium macht deutsche und madagassische Kinder zu „Mitschülern“. Indem ein deutscher Schüler, Student oder eine Schulklasse 4 Euro monatlich spendet, werden 40% der Eigenbeiträge eines besonders bedürftigen madagassischen Kindes übernommen. Es ermöglicht, den Eigenbeitrag der spezifischen Lebenssituation des Schülers anzupassen. So kann die Familie finanziell entlastet und der Schulbesuch ihrer Kinder ermöglicht werden. Die Schüler können sich gegenseitig schreiben um einander und die jeweils andere Kultur besser kennen zu lernen. 

Die Projektpatenschaft ermöglicht, das Projekt als Ganzes zu fördern, ohne direkten Kontakt zu einem der Kinder aufzunehmen. Diese Stipendien helfen uns, den Betrieb des Zentrums langfristig planen zu können und dienen zur Bestreitung von Kosten, die nicht durch Stipendien abgedeckt sind wie zum Beispiel die Anschaffung neuer Hühner, die die Schüler mit Eiern versorgen, oder für Reparaturarbeiten auf dem Gelände. Alle Paten werden regelmässig mit unserem Newsletter auf dem laufenden gehalten.

    Eigenbeiträge - Grundsätzlich ist vorgesehen, dass die Schüler, bzw. ihre Eltern etwas zum Lebensunterhalt im Wohnheim beisteuern durch eigene Beiträge, die etwa dem Existenzminimum eines madagassischen Jugendlichen entsprechen. Die Beitragshöhe ist gestaffelt und richtet sich nach der Familiensituation (Leben die Eltern noch? - Wieviele Geschwister müssen ernährt werden? - Wie einkommensstark ist die Familie?) und liegen bei 3 bis 12 EUR je Monat.

    In Einzelfällen können abweichende Festlegungen getroffen werden. Hauptziel ist, dass den Familien durch die Aufnahme ihrer Kinder in das Schülerwohnheim keine zusätzlichen finanziellen Belastungen entstehen. Die Beiträge sind für 9 Monate im Schuljahr zu entrichten. Im Jahr 2010 lagen die tatsächlich gezahlten Elternbeiträge bei leicht über 4 EUR por Schüler im Wohnheim und Monat, was bestätigt, dass wir mittlerweile die wirklich bedürftigen Schüler mit unserer Hilfe erreichen.

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    Reis

    Waschtag

    Tagesablauf - Um fünf Uhr morgens stehen die Schüler auf. Alle Schüler haben eine täglich wechselnde Aufgabe im Haushalt, wie das Säubern der Zimmer und der Sanitärbereiche, Wasser aus dem Brunnen ziehen oder das Vorbereiten der Morgen- und Mittagsmahlzeiten. Vor dem Mittagessen werden zuerst die Hände gewaschen und dann stellen sich die Schüler zur Essensausgabe an. Zum Reis gibt es ständig wechselnde Beilagen, vor allem viel Gemüse und mindestens einmal jede Woche Fleisch, Fisch, Ei sowie Joghurt. Nach der Mahlzeit wird der Saal ausgefegt und die Schüler waschen jeweils ihr Geschirr ab. Dann geht es wieder in die Schule. Um 18 Uhr 30 gibt es Abendessen. Danach kann noch bis zur Bettruhe um 21 Uhr gelernt werden.

    Wochenablauf - Von Montag bis Freitag steht die Schule im Vordergrund, am Samstag der Haushalt: Die Wohnräume werden geputzt und gebohnert und die Schüler waschen ihre Wäsche. In abwechselnden Gruppen entwerfen die Schüler Menü für das samstägliche Mittagessen, dass sie dann selbst zubereiten. Verschiedene Freizeitaktivitäten wie Basketball, Volleyball oder andere Spiel- und Sportarten ermöglichen den Schülern nach getaner Schularbeit sich ein wenig zu entspannen. Meist Samstags besteht die Möglichkeit einen Film mit bildendem Hintergrund anzuschauen.

    Bügeln

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